Zwischen Klarheit, Neugier und Meer: Das ist René Zankl

Redaktion
Redaktion, 29.10.2026

Manche Dinge ziehen sich durch ein Berufsleben, auch wenn sich Positionen, Unternehmen und Aufgaben verändern. Bei René Zankl, unserem Niederlassungsleiter in Flensburg, sind es vor allem zwei: Menschen und Entwicklung.

René ist 50 Jahre alt, in Flensburg geboren und in Bayern aufgewachsen. Nach unterschiedlichen beruflichen Stationen kehrte er 1999 zurück in seine Heimat. Seitdem ist Flensburg sein Lebensmittelpunkt und der Norden ein wichtiger Anker geblieben.

Beruflich blickt René auf fast drei Jahrzehnte Erfahrung in Vertrieb und Personal zurück. Sein Weg führte ihn von der Hotellerie über Vertrieb, Weiterbildung, Führungsverantwortung und Selbstständigkeit bis in die Personaldienstleistung. Mindestens genauso geprägt haben ihn aber Erfahrungen, die sich nicht in einer Stellenbezeichnung zusammenfassen lassen. Heute beschäftigt er sich intensiv mit Achtsamkeit und persönlicher Entwicklung, praktiziert Yoga und Meditation und versucht, eine Haltung zu leben, die Berufliches und Privates nicht künstlich voneinander trennt.

Denn für René gibt es nicht den beruflichen und den privaten René. Es gibt einen Menschen. Und genau der soll auch bei der Arbeit sichtbar sein.

Ein Weg mit vielen Stationen

Renés beruflicher Einstieg begann in der Hotellerie. Nach seiner Ausbildung zum Hotelkaufmann folgten Tätigkeiten im Vertrieb, eine Weiterbildung zum Hotel-Betriebswirt und verschiedene Positionen mit Personalverantwortung. Später machte er sich selbstständig und war als geschäftsführender Gesellschafter tätig.

Ein Thema blieb dabei immer präsent: Menschen. Schon lange bevor René offiziell im Personalbereich arbeitete, gehörten Auswahl, Ausbildung, Führung und Entwicklung zu seinem Alltag. Auch die Personaldienstleistung kannte er zunächst von der anderen Seite. Als Kunde setzte er selbst Mitarbeitende über Arbeitnehmerüberlassung ein, unter anderem im kaufmännischen Bereich und in der Logistik.

2015 wechselte er schließlich die Perspektive und ging als Abteilungsleiter direkt in die Personaldienstleistung. Rund eineinhalb Jahre später übernahm er seine erste Niederlassungsleitung und verantwortete zeitweise zusätzlich einen Standort in Kiel.

Heute leitet René unsere cleo Niederlassung in Flensburg. In dieser Aufgabe kommt für ihn vieles zusammen, was seinen bisherigen Weg geprägt hat: Vertrieb, Führung, wirtschaftliche Verantwortung und vor allem die Zusammenarbeit mit Menschen.

Menschen sind mehr als das, was im Lebenslauf steht

Was René nach all den Jahren in der Personaldienstleistung noch immer begeistert, lässt sich ziemlich einfach zusammenfassen: Kein Mensch ist wie der andere. 

Lebensläufe können Qualifikationen, berufliche Stationen und Erfahrungen zeigen. Für René beginnt das Interessante aber oft dort, wo der Lebenslauf aufhört. Wo steht jemand gerade? Was möchte diese Person? Was bringt sie mit, das auf dem Papier vielleicht gar nicht sofort sichtbar wird? Und in welchem Umfeld könnte daraus etwas entstehen, das wirklich passt?

Dabei geht es ihm nicht darum, möglichst schnell ein Urteil zu bilden. Im Gegenteil. René versucht, genau hinzuhören. Er achtet auf Worte, aber auch auf Stimmung, Körpersprache und Zwischentöne.

Vollständig verstehen können wir einen anderen Menschen vermutlich nie. Diesen Anspruch hat René auch gar nicht. Wichtiger ist ihm etwas anderes: Sein Gegenüber soll nach einem Gespräch das Gefühl haben, wirklich gesehen und gehört worden zu sein.

Gerade in der Personaldienstleistung macht diese Haltung für ihn einen Unterschied. Denn am Ende werden nicht einfach Lebensläufe mit Stellenprofilen abgeglichen. Es treffen Menschen aufeinander, mit unterschiedlichen Erwartungen, Erfahrungen und Bedürfnissen.

Erst verstehen, dann bewerten

Renés Blick auf Menschen hat sich über die Jahre verändert. Ein Grund dafür liegt für ihn auch darin, dass er begonnen hat, sich selbst intensiver kennenzulernen.

Psychologie, Kommunikation und die Frage, welche Überzeugungen unser Verhalten prägen, beschäftigten ihn schon früh. Mit Anfang 40 kamen Achtsamkeit, bewusste Atmung, Yoga und Meditation stärker hinzu.

Eine Erkenntnis ist ihm dabei besonders wichtig geworden: Wir sehen zunächst das Verhalten eines Menschen, kennen aber nicht automatisch die Geschichte dahinter.

Deshalb versucht René heute, weniger schnell zu urteilen und häufiger nachzufragen: Warum reagiert jemand so? Was steckt möglicherweise dahinter? Was braucht diese Person gerade?

Das bedeutet für ihn nicht, jedes Verhalten gutzuheißen. Verstehen und bewerten sind zwei unterschiedliche Dinge. Und genau diese Unterscheidung beeinflusst heute sowohl seine Begegnungen als auch seinen Führungsstil.

Wenn Zuhören wirklich Zuhören bedeutet

Eine gute Begegnung beginnt für René mit Präsenz. Mit ehrlichem Interesse, Augenhöhe und der Bereitschaft, sich auf den Menschen gegenüber einzulassen. Zuhören bedeutet für ihn deshalb nicht, gedanklich schon die eigene Antwort vorzubereiten, während der andere noch spricht. Es bedeutet, tatsächlich da zu sein.

René beschreibt Begegnungen gerne als etwas, das beide Seiten gemeinsam gestalten. Zwei Menschen treffen in einem bestimmten Moment ihres Lebens aufeinander und bringen ihre jeweilige Haltung, Erfahrung und Stimmung mit.

Das klingt zunächst vielleicht etwas philosophisch. Im Arbeitsalltag zeigt es sich aber sehr konkret: in einem Gespräch, für das man sich wirklich Zeit nimmt. In einer Rückfrage, statt vorschnell eine Annahme zu treffen. Oder darin, jemandem zehn Minuten volle Aufmerksamkeit zu schenken, statt eine Stunde lang nur halb zuzuhören.

Für René kann genau darin der Unterschied zwischen einem Gespräch und einer echten Begegnung liegen.

Erfolg darf ambitioniert sein, aber nicht um jeden Preis

Dass René heute so bewusst über Achtsamkeit, Grenzen und persönliche Entwicklung spricht, hat auch mit einer sehr intensiven Phase seines eigenen Lebens zu tun.

Ende 20 arbeitete er in Vollzeit im Vertrieb und begleitete gleichzeitig den Aufbau eines neuen Unternehmens. Später stieg er dort als geschäftsführender Gesellschafter ein. Die Energie dieser Zeit gefiel ihm. Er konnte gestalten, Verantwortung übernehmen, Menschen führen und ein Unternehmen mitentwickeln.

Irgendwann wurde aus dieser Energie allerdings ein Dauerzustand. Arbeit war praktisch ständig präsent. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Freundschaften und persönliche Kontakte rückten weiter weg, hinzu kamen körperliche und psychische Beschwerden.

Für René war das ein Wendepunkt. Er musste nicht aufhören, ambitioniert zu sein. Aber er musste neu lernen, was Ambition für ihn bedeuten soll.

Heute möchte er weiterhin gestalten, wirtschaftlich erfolgreich sein und große Ziele verfolgen. Gleichzeitig weiß er, dass Leistung nicht dauerhaft auf Kosten der eigenen Grenzen funktionieren kann.

Diese Erfahrung würde er trotzdem nicht aus seiner Geschichte streichen. Sie gehört für ihn dazu und hat seinen Blick darauf verändert, was Erfolg bedeutet.

Führung mit Klarheit und Menschlichkeit

Diese Entwicklung prägt auch die Art, wie René heute führen möchte. Empathisch und auf Augenhöhe, aber genauso klar. Denn Menschlichkeit bedeutet für ihn nicht, schwierige Themen auszublenden.

Wenn Zahlen nicht stimmen, müssen sie angesprochen werden. Wenn Leistung fehlt, muss hingeschaut werden. Die entscheidende Frage lautet für René dann aber nicht sofort: Wer ist schuld? Sondern: Warum stehen wir gerade hier und was können wir verändern?

Auch Fehler gehören für ihn dazu. Sein Team darf Fehler machen, genauso wie er selbst. Entscheidend ist, was daraus entsteht. Was haben wir übersehen? Was können wir daraus lernen? Welcher nächste Schritt ist machbar?

Für René schließen sich Empathie und Ergebnisorientierung nicht aus. Im Gegenteil. Er glaubt daran, dass Menschen besser Verantwortung übernehmen können, wenn sie Klarheit haben und sich gleichzeitig gesehen fühlen.

Führung kann deshalb je nach Situation sehr unterschiedlich aussehen. Mal braucht es Konsequenz, mal Motivation, mal ein offenes Gespräch. Und manchmal schlicht jemanden, der zuhört.

Gute Personaldienstleistung beginnt nicht beim schnellsten Ja

Dass René die Personaldienstleistung sowohl als Kunde als auch als Dienstleister kennt, beeinflusst seinen Blick auf die Branche bis heute.

Aus Kundensicht war seine Erwartung früher verständlicherweise klar: Es gab einen Personalbedarf und dafür sollte möglichst schnell eine passende Lösung gefunden werden.

Heute sieht er stärker, wie viele Interessen dabei zusammenkommen: Auf der einen Seite steht ein Unternehmen mit wirtschaftlichen Anforderungen und einer konkreten offenen Position. Auf der anderen Seite ein Bewerber oder Mitarbeitender mit eigener Geschichte, eigenen Erwartungen und persönlichen Bedürfnissen. 

Gute Personaldienstleistung muss beide Seiten verstehen. Deshalb ist für René die schnellste Lösung nicht automatisch die beste. Manchmal gehört auch die Ehrlichkeit dazu, festzustellen: Diese Verbindung passt nicht.

Ein schnelles Ja bringt wenig, wenn daraus kurze Zeit später ein Problem entsteht. Langfristig zählt für René, dass fachliche Anforderungen, Erwartungen und Menschen möglichst gut zusammenfinden.

Achtsamkeit ohne Yogamatte im Büro

Yoga und Meditation gehören heute fest zu Renés Leben. Ins Büro bringt er davon allerdings weniger die Übungen selbst mit als die Haltung dahinter.

Bewusstes Atmen hilft ihm beispielsweise, in hektischen Situationen nicht sofort auf jeden Impuls zu reagieren. Achtsamkeit zeigt sich für René im Arbeitsalltag aber vor allem im Umgang miteinander.

Gemeinsam Mittag essen. Wahrnehmen, wie die Stimmung im Team ist. Ein Gespräch führen, wenn jemand eines braucht. Motivieren. Zuhören. Oder dafür sorgen, dass zwischendurch auch einmal etwas Luft in einen vollen Arbeitstag kommt.

Für René sind es oft gerade diese kleinen Dinge, die zeigen, wie Menschen miteinander arbeiten. Achtsamkeit muss man deshalb nicht ständig benennen. Man kann sie auch einfach leben.

Heimathafen und Fernweh

Wenn René nicht arbeitet, zieht es ihn regelmäßig in die Welt. Gemeinsam mit seinem Mann reist er sehr gerne und entdeckt neue Orte. Gleichzeitig ist die Heimat für ihn ein wichtiger Gegenpol.

Flensburg, das Meer und die Natur geben ihm Ruhe. Nach einem vollen Arbeitstag reicht manchmal schon ein Spaziergang im Wald oder am Wasser, um die Dinge wieder in eine andere Relation zu bringen.

Sein Mann ist dabei sein wichtigster Anker. Daneben gehören Freunde, gutes Essen, Yoga und Meditation zu seinem Leben. René lebt vegan und Tiere haben für ihn einen hohen Stellenwert.

Achtsamkeit bedeutet für ihn dabei keineswegs, sich ständig zurückzuziehen oder besonders ernst durchs Leben zu gehen. Mit Freunden lachen, gut essen, reisen, Neues erleben: Auch das gehört für ihn dazu.

Vielleicht ist genau das seine Definition davon, wirklich präsent zu sein. Das Leben wahrzunehmen, das gerade stattfindet.

Vergiss Dich selbst nicht

Wenn René seinem 14-jährigen Ich heute etwas sagen könnte, würde es vermutlich weniger um Karrierepläne gehen als um den eigenen Wert. Lange begleitete ihn die Überzeugung, Leistung bringen zu müssen, um gesehen und anerkannt zu werden. Dieser Antrieb hat ihm viel Energie gegeben und ihn beruflich weit gebracht. Gleichzeitig hat er irgendwann begonnen, ihn zu hinterfragen. Denn nicht alles, was uns einmal angetrieben hat, muss uns ein Leben lang antreiben.

Heute würde René seinem jüngeren Ich sagen, dass es sich selbst vertrauen darf. Dass Umwege und Fehler dazugehören. Dass große Ziele nichts Schlechtes sind und man ruhig etwas erreichen wollen darf.

Nur eines sollte dabei nicht verloren gehen: der eigene Wert ist nicht davon abhängig, was am Ende auf einer Visitenkarte steht, welche Zahlen erreicht wurden oder wie erfolgreich ein Lebenslauf aussieht.

Vielleicht beschreibt genau das auch ziemlich gut den René, der heute unsere Niederlassung in Flensburg führt. Ambitioniert und neugierig, klar in seinen Zielen und gleichzeitig aufmerksam für die Menschen um ihn herum.

Denn berufliche Entwicklung bedeutet für ihn längst nicht mehr nur, weiterzukommen. Sondern auch, sich selbst auf dem Weg nicht aus den Augen zu verlieren.

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