Mit 63 Jahren noch einmal den Job wechseln? Für viele klingt das nach einem großen Schritt – vielleicht sogar nach einem zu großen. Francesco Serrano hat ihn trotzdem gewagt. Nicht, weil er etwas völlig Neues suchte, sondern weil sein alter Arbeitsalltag ihm immer weniger guttat. Zu lange Arbeitstage, zu viel Druck, zu wenig Wertschätzung. Irgendwann war klar: So kann es nicht weitergehen.
Heute fährt Francesco als Kraftwagenfahrer für die Remscheider Werkzeugfirma Gedore. Sein Tag beginnt mit Kaffee im Kollegenkreis, seine Arbeit ist gut organisiert und statt schwerer Lasten bewegt er Paletten mit elektrischer Unterstützung. Vor allem aber fühlt er sich wieder gesehen. Mithilfe von cleo fand er zunächst über die Arbeitnehmerüberlassung in den neuen Job – und wurde später fest übernommen.
Seine Geschichte zeigt: Ein beruflicher Neuanfang braucht kein bestimmtes Alter. Manchmal braucht es nur den richtigen Moment, den richtigen Partner an der Seite und den Mut, die eigene Zufriedenheit wieder ernst zu nehmen.
Wenn Arbeit nicht mehr guttut, darf sich etwas ändern
Francesco Serrano ist Kraftwagenfahrer aus Überzeugung. Er kennt lange Tage, volle Tourenpläne und die Verantwortung, die mit seinem Beruf verbunden ist. Bis zur Corona-Pandemie war er zufrieden: Damals fuhr er Möbel zu Messen – eine Tätigkeit, die ihm lag und Struktur in seinen Arbeitsalltag brachte.
Dann geriet sein beruflicher Weg ins Wanken. Die Speditionsfirma, bei der er beschäftigt war, ging in die Insolvenz. Francesco musste sich neu orientieren und arbeitete anschließend bei verschiedenen Unternehmen. Was zunächst wie ein normaler Wechsel nach einer schwierigen Phase aussah, wurde zunehmend belastend.
Seine Arbeitstage dauerten teilweise 13 bis 14 Stunden. Dazu kamen unorganisierte Abläufe, unfreundliche Kunden und unbezahlte Überstunden. Francesco scheut keine Arbeit: Er packt an, übernimmt Verantwortung und ist bereit, mehr zu leisten, wenn es nötig ist. Aber irgendwann merkte er, dass Einsatz allein nicht reicht, wenn Fairness und Respekt fehlen.
Auch körperlich wurde die Arbeit zur Belastung. In früheren Anstellungen musste er schwere Lasten heben und tragen. Nach einem Arbeitsunfall wurde er krank und verlor infolgedessen sogar seinen Job. Rechtlich dagegen vorgehen wollte er nicht, doch innerlich war für ihn klar: So sollte es nicht weitergehen.
„Mir ging es nicht gut und ich wollte diesen Stress nicht mehr“, sagte Francesco später. Für ihn stand fest: Die Gesundheit geht vor.
Der Schritt zu cleo: erst skeptisch, dann positiv überrascht
Zu einer Leihfirma wollte Francesco eigentlich nie. Diese Skepsis kennen viele Menschen, die auf Jobsuche sind oder über einen Wechsel nachdenken. Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Personaldienstleistung – all das klingt für manche zunächst nach Unsicherheit statt nach Perspektive.
Francesco entschied sich trotzdem, den Schritt zu gehen. Er wandte sich an cleo und dort begegnete ihm nicht das, was er vielleicht befürchtet hatte, sondern etwas, das in seiner Situation besonders wichtig war: jemand, der zuhörte, seine Erfahrung ernst nahm und mit ihm nach einer passenden Lösung suchte.
Begleitet wurde er von Personalberaterin Anastasia Kyriakidou. Sie unterstützte ihn bei seinem beruflichen Neustart und vermittelte ihn 2024 im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung an Gedore in Remscheid. Für Francesco war das zunächst ein neuer Einsatz. Für Gedore war es die Gelegenheit, einen erfahrenen, zuverlässigen Kraftwagenfahrer kennenzulernen. Für beide Seiten entwickelte sich daraus Schritt für Schritt mehr.
Die Zusammenarbeit passte. Francesco brachte seine Erfahrung, seine Einsatzbereitschaft und seine ruhige Art ein. Gedore bot ihm ein Arbeitsumfeld, das besser zu seinen Bedürfnissen passte. Im März 2026 wurde er schließlich fest übernommen.
Für Anastasia Kyriakidou war diese Entwicklung ein besonderer Erfolg. Sie betonte, wie begeistert alle bei Gedore von Francesco sind – und nannte seine Vermittlung sogar einen „Lottogewinn“. Was dahinter steckt, ist aber vor allem eines: der richtige Mensch am richtigen Arbeitsplatz.
Wertschätzung verändert mehr als nur den Arbeitstag
Heute fährt Francesco für Gedore unter anderem Metall, Behälter und Paletten zu Firmenkunden. Mit seinem Zwölftonner ist er weiterhin verantwortungsvoll unterwegs. Regelmäßig hat er mehrere Tonnen geladen. Sein Beruf ist also nicht plötzlich leicht geworden – aber er ist verlässlicher, besser organisiert und körperlich deutlich angenehmer.
Ein elektrischer Hubwagen sorgt dafür, dass Francesco schwere Lasten nicht mehr selbst bewegen muss. Das ist für ihn ein entscheidender Unterschied. Denn weiterarbeiten wollte er unbedingt, nur eben nicht mehr unter Bedingungen, die seine Gesundheit gefährden.
Auch das Miteinander spielt für ihn eine große Rolle. Die Stimmung ist gut, der Umgang freundlich, die Abläufe stimmen. Bei einem Kunden bekommt er sogar regelmäßig ein Frikadellenbrötchen – eine kleine Geste, über die Francesco lachen kann und die trotzdem viel erzählt. Denn Wertschätzung zeigt sich nicht nur in großen Worten. Manchmal steckt sie in einem freundlichen Empfang, einem verlässlichen Ablauf oder eben in einer kleinen Aufmerksamkeit, die zeigt: „Schön, dass Du da bist.“
Francesco beschreibt seine jetzige Arbeit fast wie Urlaub. Gemeint ist damit nicht, dass er nichts zu tun hätte. Im Gegenteil: Er arbeitet, fährt, liefert und trägt Verantwortung. Aber der Druck, der ihn vorher belastet hat, ist weg. Stattdessen erlebt er Vertrauen – und genau dieses Vertrauen gibt ihm neue Kraft.
Wer sich gesehen fühlt, arbeitet anders. Wer fair behandelt wird, bringt sich anders ein. Bei Francesco bedeutet das: Er kann heute mehr leisten, weil sein Umfeld ihn nicht ausbremst, sondern stärkt.
Warum cleo zum Türöffner werden konnte
Viele Menschen verbinden berufliche Neuanfänge mit jungen Jahren. Ausbildung, erster Job, Branchenwechsel, Karriereaufbau – all das klingt nach Anfang dreißig, nicht nach Anfang sechzig. Francescos Geschichte zeigt, wie begrenzt dieser Blick ist.
Mit 63 Jahren hatte er viel Berufserfahrung, kannte seine Stärken und wusste ganz genau, was er nicht mehr wollte. Genau darin liegt eine besondere Stärke, denn erfahrene Arbeitnehmer bringen oft etwas mit, das in keinem Lebenslauf künstlich erzeugt werden kann: Verlässlichkeit, Menschenkenntnis, Verantwortungsbewusstsein und ein gutes Gespür dafür, worauf es im Arbeitsalltag wirklich ankommt.
Trotzdem kann es schwer sein, allein den passenden Weg zu finden. Wer lange unzufrieden war, zweifelt irgendwann vielleicht an den eigenen Möglichkeiten. Wer schlechte Erfahrungen gemacht hat, wird vorsichtig. Und wer in einem höheren Alter den Job wechseln möchte, fragt sich möglicherweise, ob Unternehmen überhaupt noch offen dafür sind.
Genau hier kann ein Personaldienstleister wie cleo unterstützen: nicht als anonyme Zwischenstation, sondern als Begleitung in einer Phase, in der Orientierung wichtig ist. cleo bringt Menschen mit Unternehmen zusammen, die wirklich zueinander passen – fachlich, menschlich und mit Blick auf die jeweilige Lebenssituation.
Francescos Weg führte zunächst über die Arbeitnehmerüberlassung zu Gedore. Für ihn wurde daraus später eine Festanstellung. Beide Seiten konnten sich im echten Arbeitsalltag kennenlernen: Francesco konnte zeigen, was in ihm steckt, und Gedore durfte erleben, wie zuverlässig und motiviert er arbeitet.
Natürlich verläuft nicht jeder berufliche Weg gleich. Aber Francescos Geschichte zeigt, was möglich wird, wenn Personaldienstleistung genau hinschaut und die richtige Verbindung schafft. Dann geht es nicht darum, möglichst schnell irgendeine Stelle zu besetzen, sondern Menschen und Aufgaben so zusammenzubringen, dass daraus eine echte Perspektive entstehen kann.
Bei Francesco bedeutete das: ein Arbeitsplatz, an dem seine Erfahrung zählt, seine Gesundheit berücksichtigt wird und seine Leistung echte Wertschätzung erfährt. cleo wurde dabei zur Verbindung, die diesen Neustart möglich gemacht hat.
Was wir aus Francescos Geschichte mitnehmen können
„Ich empfehle jedem, der nicht zufrieden ist, den Job zu wechseln.“ Dieser Satz von Francesco bleibt hängen. Er bedeutet nicht, dass jeder schwierige Arbeitstag sofort ein Grund für eine Kündigung ist. Aber dauerhafte Unzufriedenheit sollte man ernst nehmen – besonders dann, wenn Arbeit krank macht oder Wertschätzung fehlt.
Ein Jobwechsel ist kein Scheitern. Manchmal ist er ein Schritt zurück zu mehr Lebensqualität. Für Francesco war er genau das. Heute denkt er nicht daran, zeitnah in Rente zu gehen. Er hat wieder einen Arbeitsplatz gefunden, der zu ihm und seinem Leben passt.
Seine Geschichte zeigt, dass berufliche Ziele nicht immer nach Aufstieg, Titel oder großem Karrieresprung aussehen müssen. Manchmal ist das Ziel viel näher am Leben: morgens mit einem besseren Gefühl zur Arbeit gehen, Wertschätzung erfahren, gesund bleiben und die eigene Arbeit machen können, ohne sich dabei selbst zu verlieren.
Der passende Job ist nicht immer weit weg. Manchmal beginnt er mit dem Mut, die eigene Zufriedenheit wieder ernst zu nehmen. Und mit jemandem an der Seite, der hilft, eine Richtung zu finden, die wieder zum eigenen Leben passt – völlig unabhängig vom Alter.